Das Buch besticht durch ein Sammelsurium aus Erkenntnissen.So wird zum Beispiel der Frage nachgegangen, ob Fernsehenwirklich dick macht oder ob Schokolade die Schuld an Pickelnträgt? Oder wie sieht es aus mit der Behauptung, dass verheirateMänner länger leben als ledige und Frauen besser Autos fahrenals Männer? Hängen Eiscremeverkäufe und Verbrecherraten irgendwiezusammen und – ganz klassisch – bringt nun der Storchtatsächlich die Kinder?
Was ist denn alles Schönes zu machen bei Graphiken? Die Perspektiveverursacht, dass kleine Hügel plötzlich wie der MountEverest wirken oder dass Vergrößerungen von Flächen (anstattder Längen) in Folge mickrige Anstiege in die Höhe schnellenlassen. Andererseits kann vielleicht so manch unliebsames Geheimnisverheimlicht werden indem ein Säulendiagramm einfachunten abgeschnitten wird! Alternativ bietet sich auch ein Unterbrechenvon Balkendiagrammen an, oder ein Stauchen / Streckenvon Achsen bis sich diese bis an ihr Limit verbiegen und verdrehen...
Wieso bloss die Daten darstellen – wo es doch viel schöner istmit Nebeneffekten und Bildern zu spielen, um das graphischeKind in sich zu befriedigen!? Die Zahlen wie sie sind zu zeigen,ist doch langweilig. Wieso nicht lieber ganze Tempel um die Werteherum bauen, statt der einzelnen kleinen Säulchen? Und bittenie vergessen: nicht die Zahlen so anzeigen wie sie sind, sondernVergrößern und Schummeln was das Zeug hält. Aus wenig vielmachen, also aus Hügeln Berge und aus Pfützen ganze Meere.Das Ergebnis wird dann noch hübsch mit bunten, naturgetreuenBildern unterlegt (Piktogrammen) – und fertig ist das Kunstwerkohne (oder zumindest mit falschem) Inhalt!!